Skip to content

What happened to the design!?

Wellingtonian

August 24th, 2006

.

Nach drei Wochen Neuseeland bin ich jetzt wohl richtig “angekommen” – ich gehe inzwischen auch auf dem Bürgersteig links, zahle jeden Cent-Betrag mit Geldkarte und erschrecke mich nicht mehr, wenn neben mir die Sirene einer Fußgängerampel losgeht – wie ein normaler Kiwi eben. Dem deutschen Hochsommer brauche ich ja auch nicht nachtrauern, da dieser pünktlich mit meiner Abreise aufgehört hat und wir jetzt fast identischen Temparaturen haben. Eine größere Umstellung ist die Ernährung: Sweet-Chili-Soße auf dem Döner, “Meat Pies” (Blätterteig-Kuchen mit Fleischfüllung) und “Brot” (man beachte die Anführungszeichen: für den Durchschnittsdeutschen ist hier sogar das gute “Bürger-Bread” nur labbriges Toast ohne jeden Nährwert). Dafür gibts hier leckeres Tui-Bier – ein bei Studenten beliebtes Ale mit coolen Werbekampagnen (Miss TUI, “Yeah right”, Werbefilme). Im Office gibts Mittags immer “Toasties”, eine wilde Mischung aus allem Essbaren im Kühlschrank – wir arbeiten noch an der Killer-Sauce (im Moment eine merkwürdige Kombi aus Sweet-Chili+Chowchow+Tomato+Pflaume+Mint auf Salami und Paprika). Die Nähe zu diversen Burger- und Milkshake-Läden tut dann ihr übriges. Und in Wellington bekommt man fast ausschließlich leckeren Espresso-Kaffee serviert, die in Deutschland übliche Brühe ist hier gottseidank nicht sehr verbreitet. Letztes Wochenende hab ich dann die neu erworbenen Wanderschuhe ausprobiert, und bin mit meinem Arbeitskollegen Michael und ein paar anderen Neuseeländern durch den Dschungel von Orongorongo gekraxelt (Bilder auf Flickr). Ursprünglich sollte die Tour nach Maungakotukituki gehen (Zungenbrecher deluxe), ist dann aber kurzfristig wegen schlechtem Wetter auf die andere Seite der Hügel verlegt worden – wo den ganzen Tag eitel Sonnenschein angesagt war (komisches NZ-Wetter…). Von Lianen über Palmen bis zu Fünfzig-Meter-Baumriesen ist da alles zu finden – und dabei war mein erster Ausflug außerhalb von Wellington ja nur ein kleiner Vorgeschmack auf die tollen Plätze, die mich in Neuseeland noch erwarten – ich freu mich schon. Noch eine kleine Anekdote zum Abschluss: Regnerischer Samstag, Kater, was liegt da näher als Video ausleihen. Ab in den nächsten Laden zum Account eröffnen – das Formular machte mich dann doch etwas stutzig: Adresse plus zwei Telefonnummern, Arbeitgeber (Adresse plus Telefonnummer), Kreditkarte, zwei Ausweise, ein weiterer Kontakt (Adresse plus Telefonnummer), meine Steuernummer (!) und zu guter letzt noch eine Erklärung, dass diese Informationen bei Polizei, Bank und Behörden gegen mich verwendet werden können. Einzig meine Schuhgröße und sexuellen Vorlieben durfte ich für mich behalten. Trotzdem hats nicht für einen Leihausweis gereicht (ich hab halt keinen NZ-Festnetzanschluss…), und somit bin ich unverrichteter Dinge wieder abgerückt – meine einzige negative Erfahrung mit leicht paranoiden Kiwis. So, ich gehe jetzt mal auf die Suche nach einer deutschen Tastatur (die haben doch tatsächlich eine Taste weniger als wir!). Kia Ora.

Antipode

August 7th, 2006

.

Es hat alles angefangen (oder aufgehört?) mit einer gelungenen Abschiedsparty in der Römer-WG (die ich schon jetzt sehr vermisse…) – mit Vodka-Calippo, Gummiboot-Hüten und Rabarber-Schlachten (Fotos gibts auf Flickr. Aber non-public, da wohl zu peinlich… also bitte tragt euch als meine Buddies ein).
Und nachdem ich dachte, ich hätte den schweren Teil des Abschieds schon hinter mir, laufen die mir doch noch bis zum Flughafen hinterher und überraschen mich (nochmals vielen lieben Dank an Clemens, Melanie, Stefan, Daniel und Ingo R.). Naja, irgendwann hab ich’s dann doch ohne größere emotionale Ausbrüche ins Flugzeug geschafft – und bin 28h um die Welt geflogen. Für mich als Profi-Sitzer und Leseratte kein Problem, hab ich sozusagen auf einer Arschbacke abgesessen. In Wellington bin ich dann nach kurzem Rucksack-Abladen direkt in der Agentur aufgeschlagen, und hab meine neuen “mates” kennengelernt. Keine fünf Stunden im Land, habe ich dann auch prompt dem Volkssport Rugby gehuldigt – und mir im Westpac Trust Stadium die Wellington Lions vs. Bay of Plenty angeschaut. “Welly” hat natürlich gewonnen (11-6), aber Rugby ist schon ein sehr komischer Sport. Im Gegensatz zu Fußball schon fast ereignislos, viele Unterbrechungen, und vom Ball sieht man eigentlich auch nie was unter dem Pulk von Spielern.
Am nächsten Tag gings dann in mein neues Zuhause (genau hier), ein Single Room in einem größtenteils studentischen Wohnkomplex mit praktischer Innenstadt- und Agentur-Nähe. Sehr schöne Zimmer, obwohl das ganze ein bisschen “pricey” ist (210NZD pro Woche).
Wie vielleicht zu erwarten war, führte mich mein erster Stadt-Ausflug nicht zu bekannten Sehenswürdigkeiten oder dem Supermarkt, sondern zum Elektronik-Händler: “How do I get broadband-internet in this city?” g Es stellte sich heraus, dass die Kiwis in dem Bereich recht fortschrittlich sind, und so sitze ich gerade mit meinem Laptop auf dem Bett und habe drahtloses UMTS-Internet – zu einem Preis, für den ich in Deutschland nicht mal die Telekom-Grundgebühr bezahlen könnte.
Fotos gibts leider noch keine, da es hier fast ununterbrochen regnet und ich mit diesen Aufnahmen in Deutschland wohl keinen hinter dem Sonnenschirm hervorlocken könnte – aber wartet nur, der Sommer kommt bestimmt! ;)
Da mein Praktikum erst nächste Woche losgeht, habe ich genügend Zeit, ein bisschen in Wellington rumzulaufen – und Kay’s Restaurant-Tipps durchzuprobieren (Kay hat letztes Jahr ein Auslands-Semester in Wellington gemacht, und mir ausführliche Insider-Infos zugespielt – vielen Dank!). So, wie sagen die Kiwis so schön – “She’ll be right, mate” – alles klar soweit.

Bachelor and beyond

August 7th, 2006

It probably took some days and about 20.000km of travel to realize: Wow, I’m really finished, and a new chapter in my life is about to start. I just graduated from University of Applied Sciences Darmstadt, after four years of studies. And after a lot of administrative chaos, I could now print “Bachelor of Arts (hons) in Media Production” on my oversized (non-existent) business cards.
In the meantime I spent three months hacking away on my pet-project and bachelor-thesis “Syndicure” – a web-based collaborative RSS-reader for info-junkies (more details on the developer weblog).
So, next chapter: I’ve never been away from sweet home Germany for more than a couple of weeks, and it’s about time to change that. Starting in August, I’ll be doing an internship at Silverstripe, in Wellington. New Zealand. They’re a young innovative company in a vibrant metropole, so probably a perfect place to spend five months of serious web-development. Although I still have to look at the spinning globe of Google Earth to grasp how far away New Zealand actually is, I’m really looking forward to this experience.

Sydney, 6Uhr morgens

August 3rd, 2006

Der größte Teil der Reise ist geschafft, soweit alles klar … noch einmal abheben und ich bin da :) Wo? Das erzähl ich dann nächstes Mal g



photo Ingo Schommer
phone: +491794060520
birthday: 1982-06-23
address: Burgstr. 15, 54497 Morbach (Germany)
location: 49.832901 7.155693
google maps aim icq msn skype

download vcard »